Die Swiss Football League schüttet in der Saison 2026/27 insgesamt 20,75 Mio. Franken aus Urheberrechten (TV und Marketing) an ihre 22 Klubs aus. 17,0 Mio. entfallen auf die Brack Super League, 3,75 Mio. auf die dieci Challenge League. Der Meister kommt auf rund 1,88 Mio. Franken – weniger, als ein Bundesliga-Absteiger in wenigen Wochen aus der Zentralvermarktung erhält.
Das Wichtigste in Kürze
- Gesamttopf 2026/27: 20,75 Mio. CHF für 22 Klubs (Super League + Challenge League)
- Aufteilung: 17,0 Mio. CHF (81,9 %) Brack Super League, 3,75 Mio. CHF (18,1 %) dieci Challenge League
- Zwei Säulen: solidarischer Sockelbetrag + abgestufte Ranglistenprämie
- Sockel Super League: 1’140’000 CHF pro Klub, unabhängig von der Platzierung
- Spanne Super League: 1’140’000 CHF (Rang 12) bis 1’880’500 CHF (Rang 1) – Faktor 1,65
- Rechteinhaber: blue Sport (Pay-TV, alle Spiele) und SRG (Free-TV, ein Spiel pro Runde), Vertrag bis 2029/30
- Vertragsvolumen: von der SFL nicht veröffentlicht
- Trend: Der Ausschüttungstopf ist gegenüber dem Zyklus 2021/22–2024/25 um rund 18,6 % geschrumpft
Vorab: «1. Liga» ist in der Schweiz nicht die höchste Spielklasse
Wer nach den TV-Geldern der Schweizer «1. Liga» sucht, meint in aller Regel die höchste Spielklasse. Im Schweizer Ligensystem heisst diese jedoch Super League (aus Sponsoringgründen «Brack Super League»), gefolgt von der Challenge League («dieci Challenge League»). Die Promotion League bildet die dritte, die 1. Liga (1. Liga Classic) die vierte Stufe.
Nur die beiden obersten Ligen sind in der Swiss Football League (SFL) organisiert und werden zentral vermarktet. Die 1. Liga und die Promotion League gehören zum Schweizerischen Fussballverband (SFV) bzw. zur Ersten Liga und erhalten keine Anteile aus dem hier beschriebenen Verteilschlüssel. Dieser Artikel behandelt daher die Verteilung in Super League und Challenge League.
Wer zahlt: die Medienpartner bis 2029/30
Die SFL hat die nationalen Medienrechte an beiden Ligen im Mai 2024 nach einem offenen Ausschreibungsverfahren erneut an ihre bisherigen Partner vergeben – an die blue Entertainment AG (Swisscom) und an die SRG. Die Lizenzperiode umfasst fünf Spielzeiten, von 2025/26 bis 2029/30.
Die Rechteaufteilung:
| Verwerter | Umfang |
|---|---|
| blue Sport (Pay-TV/OTT) | Alle Spiele der Super League, alle Spiele der Challenge League, die Barrage – in Deutsch, Französisch und Italienisch |
| SRG (SRF, RTS, RSI, RTR) | Ein Super-League-Spiel pro Runde live im Free-TV, dazu die Highlights aller Partien beider Ligen |
| blue Zoom (Free-TV) | Die Toppartie der Challenge League |
Wichtig für die Einordnung: Weder die SFL noch die Verwerter haben das Vertragsvolumen je beziffert. Öffentlich verifizierbar ist ausschliesslich die Summe, die von der Liga an die Klubs weitergereicht wird. Alle kursierenden Angaben zum Gesamtwert des Vertrags sind Schätzungen.
Der Verteilschlüssel 2026/27 im Detail
Die SFL veröffentlicht ihren „Ausschüttungsschlüssel 2026+“ auf Rangebene – ein Transparenzniveau, das in Europa selten ist. Die Systematik ist bewusst einfach gehalten und kennt nur zwei Säulen, ergänzt um ein Fair-Play-Preisgeld.
Säule 1: Der solidarische Sockelbetrag
Jeder Klub erhält einen festen Betrag, unabhängig von Tabellenplatz, Reichweite, Zuschauerzahl oder Mitgliederzahl. Es gibt in der Schweiz also weder eine „Interessen“-Säule wie in der Bundesliga noch eine Berücksichtigung von Nachwuchsleistungen innerhalb des TV-Topfes.
| Liga | Sockel pro Klub | Klubs | Summe |
|---|---|---|---|
| Brack Super League | 1’140’000 CHF | 12 | 13’680’000 CHF |
| dieci Challenge League | 315’000 CHF | 10 | 3’150’000 CHF |
Säule 2: Die abgestufte Ranglistenprämie
Die Leistungskomponente richtet sich ausschliesslich nach der Schlussrangliste der laufenden Saison. Es gibt keine Mehrjahreswertung wie in der DFL-Säule „Leistung“ – die Vorsaisons spielen keine Rolle.
| Rang | Brack Super League | dieci Challenge League |
|---|---|---|
| 1 | 740’500 CHF | 125’000 CHF |
| 2 | 547’500 CHF | 92’000 CHF |
| 3 | 402’500 CHF | 67’000 CHF |
| 4 | 354’000 CHF | 58’500 CHF |
| 5 | 306’000 CHF | 50’500 CHF |
| 6 | 257’500 CHF | 41’000 CHF |
| 7 | 209’500 CHF | 33’000 CHF |
| 8 | 161’000 CHF | 25’000 CHF |
| 9 | 129’000 CHF | 8’000 CHF |
| 10 | 80’500 CHF | 0 CHF |
| 11 | 32’000 CHF | – |
| 12 | 0 CHF | – |
| Total | 3’220’000 CHF | 500’000 CHF |
Zusatztopf: Die Fair Play Trophy
In beiden Ligen wird zusätzlich eine Fair Play Trophy mit je 100’000 CHF Preisgeld ausgespielt: 50’000 CHF für Rang 1, 30’000 CHF für Rang 2, 20’000 CHF für Rang 3.
Was ein Super-League-Klub 2026/27 konkret erhält
Sockel und Ranglistenprämie addiert ergibt sich folgende Ausschüttung je Schlussrang (ohne Fair-Play-Preisgeld):
| Rang | Sockel | Ranglistenprämie | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 1 | 1’140’000 | 740’500 | 1’880’500 |
| 2 | 1’140’000 | 547’500 | 1’687’500 |
| 3 | 1’140’000 | 402’500 | 1’542’500 |
| 4 | 1’140’000 | 354’000 | 1’494’000 |
| 5 | 1’140’000 | 306’000 | 1’446’000 |
| 6 | 1’140’000 | 257’500 | 1’397’500 |
| 7 | 1’140’000 | 209’500 | 1’349’500 |
| 8 | 1’140’000 | 161’000 | 1’301’000 |
| 9 | 1’140’000 | 129’000 | 1’269’000 |
| 10 | 1’140’000 | 80’500 | 1’220’500 |
| 11 | 1’140’000 | 32’000 | 1’172’000 |
| 12 | 1’140’000 | 0 | 1’140’000 |
| Total | 13’680’000 | 3’220’000 | 16’900’000 |
Eigene Berechnung auf Basis des SFL-Ausschüttungsschlüssels 2026+. Beträge in CHF.
Die Struktur ist damit extrem solidarisch: 80,5 Prozent des Super-League-Topfes fliessen über den Sockel gleichmässig, nur 18,9 Prozent über die Leistung, 0,6 Prozent über Fair Play. Zum Vergleich: In der Bundesliga werden 50 Prozent gleich verteilt und 43 Prozent leistungsabhängig.
Der Abstand zwischen Erstem und Letztem beträgt 740’500 CHF – oder anders gesagt: Der Schweizer Meister erhält das 1,65-Fache des Tabellenletzten. In der Bundesliga liegt dieser Spreizungsfaktor bei rund 2, in der Premier League bei etwa 1,6 – dort allerdings auf einem völlig anderen Absolutniveau.
Und in der Challenge League
| Rang | Sockel | Ranglistenprämie | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 1 | 315’000 | 125’000 | 440’000 |
| 2 | 315’000 | 92’000 | 407’000 |
| 3 | 315’000 | 67’000 | 382’000 |
| 4 | 315’000 | 58’500 | 373’500 |
| 5 | 315’000 | 50’500 | 365’500 |
| 6 | 315’000 | 41’000 | 356’000 |
| 7 | 315’000 | 33’000 | 348’000 |
| 8 | 315’000 | 25’000 | 340’000 |
| 9 | 315’000 | 8’000 | 323’000 |
| 10 | 315’000 | 0 | 315’000 |
| Total | 3’150’000 | 500’000 | 3’650’000 |
Der Sprung von der Challenge League in die Super League bedeutet damit eine Vervierfachung der zentralen Medienerlöse: von mindestens 315’000 auf mindestens 1’140’000 CHF.
Modellrechnung: Die Abschlusstabelle 2025/26 auf den Schlüssel 2026/27 angewendet
Da die Ranglistenprämie erst nach dem 38. Spieltag feststeht, lässt sich die konkrete Ausschüttung 2026/27 nicht vorwegnehmen. Die folgende Modellrechnung überträgt die Schlussrangliste der Saison 2025/26 auf den Schlüssel und zeigt die Grössenordnungen:
| Rang 2025/26 | Klub | Modellausschüttung 2026/27 |
|---|---|---|
| 1 | FC Thun | 1’880’500 CHF |
| 2 | FC St. Gallen | 1’687’500 CHF |
| 3 | FC Lugano | 1’542’500 CHF |
| 4 | FC Sion | 1’494’000 CHF |
| 5 | FC Basel | 1’446’000 CHF |
| 6 | BSC Young Boys | 1’397’500 CHF |
| 7 | FC Luzern | 1’349’500 CHF |
| 8 | Servette FC | 1’301’000 CHF |
| 9 | FC Lausanne-Sport | 1’269’000 CHF |
| 10 | FC Zürich | 1’220’500 CHF |
| 11 | Grasshopper Club Zürich | 1’172’000 CHF |
| 12 | FC Winterthur | 1’140’000 CHF |
Modellrechnung, keine Prognose. Für 2026/27 ersetzt Aufsteiger FC Vaduz den abgestiegenen FC Winterthur. Als Klub aus Liechtenstein erhält Vaduz denselben Sockelbetrag wie alle anderen Super-League-Klubs.
Der Rückgang: 4,75 Millionen Franken weniger als im letzten Zyklus
Der eigentliche Befund liegt im Vergleich der Rechteperioden. Im Zyklus 2021/22 bis 2024/25 verteilte die SFL noch 25,5 Mio. Franken an ihre 22 Klubs, davon 80 Prozent an die Super League. Seit dem neuen Vertrag sind es 20,75 Mio.
| Kennzahl | Zyklus bis 2024/25 | ab 2025/26 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamttopf 22 Klubs | 25’500’000 CHF | 20’750’000 CHF | −18,6 % |
| Anteil Super League | 20’400’000 CHF (80 %) | 17’000’000 CHF (81,9 %) | −16,7 % |
| Anteil Challenge League | 5’100’000 CHF (20 %) | 3’750’000 CHF (18,1 %) | −26,5 % |
| Sockel pro SL-Klub | 1’440’000 CHF | 1’140’000 CHF | −20,8 % |
| Prämie Meister | 748’000 CHF | 740’500 CHF | −1,0 % |
| Prämie Rang 11 | 32’500 CHF | 32’000 CHF | −1,5 % |
Bemerkenswert ist die Struktur des Rückgangs: Gekürzt wurde fast ausschliesslich am Sockel, nicht an der Leistungsprämie. Das Prämiengerüst blieb praktisch unverändert, der garantierte Grundbetrag verlor 300’000 Franken pro Klub. Für die kleineren Klubs, deren Budget stärker vom Sockel abhängt, wiegt die Kürzung damit relativ schwerer als für die Spitzenklubs.
Verschärfend kommt hinzu: Die Super League wurde auf die Saison 2023/24 hin von zehn auf zwölf Klubs aufgestockt. Ein kleinerer Topf wird also zusätzlich durch mehr Empfänger geteilt. Pro Super-League-Klub sank die durchschnittliche Ausschüttung von rund 2,04 Mio. Franken (zehn Klubs, alter Zyklus) auf rund 1,41 Mio. Franken – ein Rückgang von rund 31 Prozent innerhalb von vier Jahren.
Internationale Einordnung: Die Schweiz als TV-Zwerg
Die Schweizer Zahlen wirken im europäischen Vergleich marginal. Die Eredivisie generiert ab 2025 in einer Grössenordnung von rund 150 Mio. Euro pro Saison aus den Medienrechten, Belgien bewegt sich seit längerem über 100 Mio. Euro. Auch kleinere Märkte wie Norwegen, Polen und Dänemark erzielen deutlich höhere nationale Medienerlöse als die Schweiz.
Der Grund ist weniger sportlicher als marktstruktureller Natur: Dem Schweizer Markt fehlt ein echter Bieterwettbewerb. Mit blue Sport steht seit Jahren ein dominanter Pay-TV-Anbieter bereit, dessen Position im letzten Vergabeverfahren unangefochten blieb.
Die Folge ist eine markante Verschiebung der Erlösstruktur der Klubs. Nationale Medienerlöse sind für Schweizer Klubs zur Nebeneinnahme geworden; entscheidend sind Transfererlöse, Zuschauereinnahmen, Sponsoring und vor allem die UEFA-Wettbewerbe. Zur Illustration: Der BSC Young Boys wies für das Geschäftsjahr 2024 rund 24,6 Mio. Franken an TV-Geldern aus – überwiegend aus der Champions-League-Teilnahme. Ein einzelner Klub nahm damit in einer Saison mehr aus Übertragungsrechten ein als die gesamte Super League heute jährlich aus der nationalen Zentralvermarktung erhält.
Was ausserhalb des TV-Topfes fliesst
Der Ausschüttungsschlüssel deckt nur die Erlöse aus Urheberrechten (TV und Marketing) ab. Daneben erhalten die SFL-Klubs weitere zweckgebundene Mittel:
- Nachwuchsförderung über die Stiftung Sportförderung Schweiz: Aus den Reingewinnen von Swisslos und Loterie Romande fliessen insgesamt rund 5,9 Mio. Franken in den Schweizer Fussball. Der SFL standen davon in der Saison 2024/25 rund 3,5 Mio. Franken zur Verfügung, die zweckgebunden über die Projekte Ausbildungslabel, Footeco und Nachwuchs-Trophy an die Klubs gingen.
- UEFA-Erlöse: Prämien, Marktpoolanteile und Solidaritätszahlungen aus Champions League, Europa League und Conference League – für die europäisch qualifizierten Klubs die mit Abstand grösste Einnahmequelle aus Medienrechten.
- Eigenvermarktung: Regionale Sponsoring- und Hospitality-Erlöse verbleiben vollständig bei den Klubs.
Zur Grössenordnung des Ligabetriebs insgesamt: Die ordentliche Betriebsrechnung der SFL schloss in der Saison 2024/25 bei einem Umsatz von 40,5 Mio. Franken ab.
Quellen und Methodik
Verifizierte Primärquellen
- Swiss Football League: «Ausschüttungsschlüssel 2026+», Rubrik Zentralvermarktung, sfl.ch – Gesamttopf, Sockelbeträge, Ranglistenprämien je Rang, Fair-Play-Preisgelder
- Swiss Football League, Medienmitteilung vom 14. Mai 2024 – Vergabe der nationalen Medienrechte 2025/26 bis 2029/30 an blue Entertainment AG und SRG
- SRG SSR, Medienmitteilung vom 14. Mai 2024 – Umfang der Free-TV-Rechte
- SFL-Jahresbericht 2024/25, report.sfl.ch – Umsatz der ordentlichen Betriebsrechnung, Mittel der Stiftung Sportförderung Schweiz
- SFL-Jahresberichte 2019/20 und 2021/22 – Erlöse aus TV- und Marketingrechten im Zyklus 2021/22–2024/25
Sekundärquellen für den Vorzykluswert
- Blick, 14. Mai 2024 und 24. März 2024 – Gesamtausschüttung 25,5 Mio. CHF, 80/20-Aufteilung, Sockel 1,44 Mio. CHF, Meisterprämie 748’000 CHF
- NZZ, 19. April 2024 und 4. Dezember 2025 – internationale Einordnung, Super-League-Topf 2025/26
- bz Basel, 17. April 2025 – Finanzkennzahlen der Super-League-Klubs für das Geschäftsjahr 2024
Eigene Berechnungen
Die Spalte «Gesamt» in den Klub-Tabellen, die Prozentanteile der Säulen, die Spreizungsfaktoren, die Veränderungsraten gegenüber dem Vorzyklus sowie die Modellrechnung auf Basis der Schlussrangliste 2025/26 sind eigene Berechnungen von uns auf Grundlage der oben genannten Quellen.
Nicht verifizierbar
Das Gesamtvolumen des Medienrechtevertrags 2025/26–2029/30 wurde von keiner der Vertragsparteien veröffentlicht. Die in diesem Artikel genannten 20,75 Mio. Franken sind die Ausschüttung an die Klubs, nicht der Vertragswert. Die Differenz zwischen beiden Grössen – Ligabetrieb, Produktion, Verwaltung, Nachwuchsprogramme – ist öffentlich nicht aufgeschlüsselt.
Stand: August 2026. Alle Beträge in Schweizer Franken.
Häufige Fragen
Wie viel TV-Geld erhält ein Super-League-Klub 2026/27? Zwischen 1’140’000 und 1’880’500 Franken. Jeder Klub erhält einen Sockelbetrag von 1’140’000 Franken, dazu kommt eine Ranglistenprämie von bis zu 740’500 Franken für den Meister. Der Tabellenletzte erhält keine Prämie.
Wie viel schüttet die Swiss Football League insgesamt aus? 20,75 Mio. Franken an 22 Klubs. Davon entfallen 17,0 Mio. auf die Brack Super League und 3,75 Mio. auf die dieci Challenge League.
Wer überträgt die Super League 2026/27? blue Sport zeigt alle Spiele der Super League und der Challenge League im Pay-TV. Die SRG überträgt auf SRF, RTS, RSI und RTR ein Super-League-Spiel pro Runde im Free-TV sowie die Highlights aller Partien. Der Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2029/30.
Wie viel ist der Medienrechtevertrag der SFL wert? Das Volumen wurde nie veröffentlicht. Weder die SFL noch blue Entertainment oder die SRG haben Zahlen genannt. Öffentlich bekannt ist ausschliesslich die Ausschüttung an die Klubs von 20,75 Mio. Franken pro Saison.
Erhält der Schweizer Meister mehr TV-Geld als andere Klubs? Ja, aber der Unterschied ist gering. Der Meister erhält 1’880’500 Franken, der Tabellenletzte 1’140’000 Franken – ein Unterschied von 740’500 Franken beziehungsweise dem Faktor 1,65. Ein Grossteil des Topfes wird solidarisch gleich verteilt.
Wie viel TV-Geld gibt es in der Challenge League? Zwischen 315’000 und 440’000 Franken pro Klub. Der Sockelbetrag liegt bei 315’000 Franken, die Ranglistenprämie bei maximal 125’000 Franken für den Meister.
Bekommen Klubs der Schweizer 1. Liga TV-Gelder? Nein. Die Zentralvermarktung der Swiss Football League umfasst ausschliesslich die Super League und die Challenge League. Die Promotion League und die 1. Liga erhalten keine Anteile aus diesem Verteilschlüssel.
Warum sind die TV-Gelder in der Schweiz so niedrig? Der Schweizer Markt ist klein und kennt seit Jahren keinen echten Bieterwettbewerb um die Fussballrechte. Mit blue Sport dominiert ein Anbieter das Pay-TV-Segment. Zum Vergleich: Die niederländische Eredivisie erzielt rund 150 Mio. Euro pro Saison, Belgien über 100 Mio. Euro.
Sind die TV-Gelder in der Schweiz gestiegen oder gesunken? Gesunken. Im Zyklus bis 2024/25 wurden noch 25,5 Mio. Franken ausgeschüttet, seit 2025/26 sind es 20,75 Mio. – ein Rückgang von 18,6 Prozent. Da die Super League gleichzeitig von zehn auf zwölf Klubs aufgestockt wurde, fiel der Rückgang pro Klub noch deutlicher aus.