TV-Gelder Tschechien 2026/27: So verteilt die Chance Liga ihre Medienerlöse

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die tschechische Erstliga-Vermarktung liegt zentral bei der Ligová fotbalová asociace (LFA). Die Klubs treten ihre audiovisuellen Rechte exklusiv an die LFA ab, die Verteilung beschließt das Ligové grémium.
  • Der laufende Rechtezyklus läuft von 2024/25 bis 2028/29 – die Saison 2026/27 ist damit das dritte Jahr eines Fünfjahresvertrags, nicht der Start eines neuen Zyklus.
  • Aus dem Tender 2023 fließen 432,2 Mio. CZK pro Jahr (rund 17,9 Mio. EUR) an audiovisuellen Rechten, davon 302 Mio. CZK von Oneplay (vormals O2 TV) für die erste Liga und 129 Mio. CZK von Betano für Betting-Streaming.
  • Zusammen mit dem Titelpartner Chance und weiteren Sponsoren erreichte der Zentraltopf in der ersten Vertragssaison rund 750 Mio. CZK (ca. 31 Mio. EUR) – etwa das Dreifache des Vor-Tender-Niveaus.
  • Aufteilung zwischen den Ligen: 85 Prozent Chance Liga, 15 Prozent Chance Národní Liga.
  • Die Verteilung innerhalb der ersten Liga folgt fünf Säulen: Sockelbetrag, Platzierungsbonus (inkl. Abstiegs-Fallschirm), Europapokal-Bonus, TV-Quotenanteil und ein Sonderbonus aus dem LFA-Jahresergebnis.
  • Für 2026/27 wurden die Zentralerlöse erneut angehoben (neue Verträge mit Louda Auto, ČPP, SELECT, verbesserte Fast-Betting-Konditionen, neuer Highlights-Deal). Das Grémium beschloss im Juni 2026 zusätzlich einen Sonderbonus von 3 Mio. CZK je Erstligist.

1. Wer vermarktet die tschechische Liga?

Die Vermarktung der beiden tschechischen Profiligen liegt vollständig bei der Ligová fotbalová asociace, dem Zusammenschluss der 32 Klubs aus erster und zweiter Liga. Der Wettbewerbsordnung zufolge überträgt jeder Klub seine audiovisuellen und Rundfunkrechte an Spielen der 1. Liga, 2. Liga und des Pokals exklusiv an die LFA; über die Verwendung der Erlöse entscheidet das Ligové grémium, die Vollversammlung aller Klubs.

Dieses Modell ist erst seit kurzem wettbewerblich sauber aufgestellt. Bis 2023 wurden die Rechte ohne offene Ausschreibung an die Agentur Pragosport vergeben – ein Zustand, den das tschechische Wettbewerbsamt ÚOHS nach einer Beschwerde von Slavia Prag untersuchte. Die LFA sagte daraufhin einen transparenten, diskriminierungsfreien Tender zu. Genau dieser Tender im Herbst 2023 erklärt den Sprung der Erlöse.


2. Der Rechtezyklus 2024/25–2028/29

Im Tender vom Herbst 2023 gaben 13 Interessenten Angebote ab. Ergebnis (Beschluss des Ligové grémium am 28. November 2023):

PaketErwerberPreis p. a.in EUR*
TV-Livespiele 1. LigaO2 TV / Oneplay302,0 Mio. CZKca. 12,52 Mio.
Betting-Streaming 1. LigaBetano129,0 Mio. CZKca. 5,35 Mio.
TV-Livespiele 2. LigaPragosport1,2 Mio. CZKca. 0,05 Mio.
Summe audiovisuelle Rechte 432,2 Mio. CZKca. 17,92 Mio.

* Umrechnung zum Kurs vom 21.08.2026; die Verträge sind in CZK denominiert.

Zum Vergleich: Vor diesem Zyklus lagen die audiovisuellen Erlöse bei rund 150 Mio. CZK pro Jahr. Die Laufzeit umfasst fünf Spielzeiten von 2024/25 bis einschließlich 2028/29.

Hinzu kommen Nebenpakete, die separat vergeben wurden – unter anderem Highlights, Auslandsrechte, Auslands-Betting-Streaming und Audiorechte (Český rozhlas). Die Audio-Lizenz wurde nur für drei Spielzeiten bis 2026/27 vergeben; hier steht also im Laufe der Saison eine Neuvergabe an.

Der Titelpartner als zweite Säule

Parallel zum Rechtetender wechselte der Titelpartner: Seit 2024/25 heißt die Liga Chance Liga, nachdem die zur Tipsport-Gruppe gehörende Wettfirma Chance die bisherige Partnerin Fortuna ablöste. Die kolportierte Gegenleistung lag zunächst bei rund 250 Mio. CZK jährlich; in der Abrechnung der ersten Saison nannte Deník Sport 260 Mio. CZK. Zum Vergleich: Fortuna zahlte zuletzt rund 80 Mio. CZK.

Gesamter Zentraltopf

Vor Saisonstart 2024/25 kommunizierte die LFA mindestens 660 Mio. CZK für beide Ligen zusammen. Nach Abschluss aller Nebenverträge lag der tatsächliche Wert der ersten Vertragssaison laut Deník Sport bei rund 750 Mio. CZK. Für 2026/27 hat das Ligové grémium im Juni 2026 eine weitere Erhöhung bestätigt: Zum 1. Juli 2026 traten neue Partnerverträge mit Louda Auto, ČPP und SELECT in Kraft, über die Mitgliedschaft der LFA bei den European Leagues wurden die Konditionen bei Fast-Betting-Rechten verbessert, und es kam ein Vertrag über den Verkauf von Spiel-Highlights hinzu. Die LFA beziffert den Zuwachs offiziell nur mit „Beträgen in Millionenhöhe“.


3. Die 85/15-Regel

Die Grundsatzentscheidung fiel bereits vor dem Tender: Die zweite Liga sollte nicht schlechter gestellt werden als zuvor. Beschlossen wurde ein fixer Schlüssel von

  • 85 Prozent für die Chance Liga
  • 15 Prozent für die Chance Národní Liga

Dieser Schlüssel gilt nicht nur für die Basiserlöse, sondern auch für nachträgliche Ausschüttungen. Als das Grémium im Juni 2026 einen Sonderbonus aus dem Wirtschaftsergebnis beschloss, wurde auch dieser laut LFA-Geschäftsführer Tomáš Bárta „gemäß der vorherigen Vereinbarung im Verhältnis 85:15 zugunsten der ersten Liga“ aufgeteilt.

Auf Basis der ursprünglichen 660-Mio.-Kommunikation entfielen damit 553 bis 573 Mio. CZK auf die erste Liga – die Spanne ergab sich aus der Zahl der Absteiger und der damit fälligen Fallschirmzahlungen.


4. Die fünf Säulen der Erstliga-Verteilung

Das Ligové grémium beschloss im Sommer 2024 ein Modell aus fünf Komponenten, das seither unverändert die Grundlage bildet:

Säule 1 – Gleichverteilter Sockelbetrag

Jeder Erstligist erhält denselben garantierten Grundbetrag. Er wurde für 2024/25 auf 24 Mio. CZK (rund 995.000 EUR) festgesetzt und lag laut iSport.cz auch in der Saison 2025/26 unverändert bei diesem Wert. Bei 16 Klubs bindet diese Säule allein rund 384 Mio. CZK.

Säule 2 – Platzierungsbonus inklusive Fallschirm

Die Abschlussplatzierung – nach der Meisterrunde bzw. den Playoffs – wird gestaffelt vergütet. Der Absteiger erhält einen Fallschirm von 10 Mio. CZK (rund 415.000 EUR). Die vollständige Staffel je Platzierung veröffentlicht die LFA nicht.

Säule 3 – Europapokal-Bonus

Klubs, die sich für die Qualifikation zu einem UEFA-Klubwettbewerb qualifizieren, erhalten zusätzlich 18 Mio. CZK (rund 746.000 EUR). Der Bonus ist für alle Teilnehmer gleich hoch – unabhängig davon, ob ein Klub direkt in der Ligaphase der Champions League steht oder in der zweiten Qualifikationsrunde der Conference League antritt. In der Startsaison 2024/25 profitierten fünf Klubs, das Volumen lag bei 90 Mio. CZK.

Genau dieser Punkt war der einzige echte Streitpunkt bei der Verabschiedung: Aus dem Kreis der finanzschwächeren Klubs kam der Vorschlag, die 90 Mio. CZK stattdessen gleichmäßig auf alle 16 Klubs zu verteilen und den Sockel zu erhöhen. Der Vorschlag setzte sich nicht durch.

Säule 4 – Anteil an der TV-Zuschauerquote

Ein Teil des Topfes wird nach dem Anteil des Klubs an der gemessenen Fernsehreichweite verteilt. Diese Komponente ist neu im aktuellen Zyklus und strukturell der Bundesliga-Säule „Interesse“ am nächsten. Die konkrete Formel und die Klubwerte werden nicht öffentlich publiziert; Deník Sport veröffentlichte im Juli 2025 erstmals eine Übersicht der Erstliga-Einschaltquoten.

Säule 5 – Sonderbonus aus dem LFA-Ergebnis

Fällt das Wirtschaftsergebnis der LFA positiv aus, kann das Grémium eine außerordentliche Ausschüttung beschließen. Genau das geschah am 22. Juni 2026: 3 Mio. CZK je Erstligist und gut 0,5 Mio. CZK je Zweitligist, basierend auf der vorläufigen Auswertung der Saison 2025/26.


5. Modellrechnung 2026/27

Die LFA veröffentlicht keine klubindividuellen Auszahlungen. Die folgende Rechnung setzt die veröffentlichten Bausteine zusammen und kennzeichnet klar, was belegt und was modelliert ist.

Belegte Bausteine je Klub (Chance Liga, 2026/27):

KomponenteBetrag CZKBetrag EURStatus
Sockelbetrag24,0 Mio.ca. 995.000belegt (Niveau seit 2024/25; Anhebung für 2026/27 angekündigt, nicht beziffert)
Sonderbonus LFA-Ergebnis3,0 Mio.ca. 124.000belegt (Beschluss 22.06.2026)
Europapokal-Bonus (nur Teilnehmer)18,0 Mio.ca. 746.000belegt
Fallschirm Absteiger10,0 Mio.ca. 415.000belegt
Platzierungsbonusnicht publiziertStaffel unbekannt
TV-Quotenanteilnicht publiziertFormel unbekannt

Modellierte Gesamtrechnung (nicht offiziell):

PositionVolumen CZK
Zentraltopf gesamt (Fortschreibung 750 Mio. + Erhöhung)ca. 760–790 Mio.
davon Chance Liga (85 %)ca. 645–670 Mio.
– gebunden in Sockelbeträgen (16 × 24 Mio.)384 Mio.
– gebunden in Sonderbonus (16 × 3 Mio.)48 Mio.
– gebunden in Europapokal-Bonus (5 × 18 Mio.)90 Mio.
Restvolumen für Platzierung, Quote, Fallschirmca. 120–150 Mio.
Ø je Klubca. 40–42 Mio. (ca. 1,65–1,74 Mio. EUR)

 

Interpretation: Rund zwei Drittel des Erstliga-Topfes werden gleichmäßig verteilt. Die leistungsabhängigen Elemente – Platzierung, Europapokal, Quote – machen zusammen grob ein Drittel aus. Die Spreizung zwischen dem bestverdienenden und dem schwächsten Klub aus zentralen Quellen dürfte damit deutlich unter dem Faktor 2 liegen. Das ist im europäischen Vergleich ein ausgesprochen solidarisches Modell – näher an der Bundesliga als an LaLiga, und weit entfernt von der Spreizung, die etwa in Portugal durch Einzelvermarktung entsteht.

Entscheidend für die tatsächlichen Einnahmenunterschiede zwischen Slavia, Sparta, Plzeň und dem Rest der Liga sind daher nicht die Zentralerlöse, sondern die UEFA-Prämien.


6. UEFA-Solidaritätszahlungen – der zweite Geldstrom

Neben den nationalen Zentralerlösen erhalten tschechische Klubs Solidaritätszahlungen der UEFA. Diese werden ebenfalls über das Ligové grémium verteilt und sind für die Mittelfeldklubs der Chance Liga inzwischen ein Betrag in der Größenordnung eines halben Sockelbetrags.

Der UEFA-Mechanismus

Die UEFA schüttet einen Anteil der Erlöse aus Champions League, Europa League und Conference League an die nationalen Verbände aus. Seit dem Zyklus ab 2024 gilt ein Zwei-Säulen-Modell:

  1. 70 Prozent nach Access-Liste, also nach Verbandsposition im Koeffizienten des jeweiligen Jahrgangs, bereinigt um die Top-5-Länder. Verbände mit Champions-League-Vertretern werden hier zusätzlich bevorzugt. Volumen: 180,6 Mio. EUR.
  2. 30 Prozent in Abhängigkeit von der Prämie, die der bestverdienende Klub der jeweiligen Assoziation in den drei Wettbewerben erhält. Volumen: 77,4 Mio. EUR.

Die tschechische Verteilung

Tschechien ging als Zehnter des Koeffizienten in die Saison 2025/26. Für Säule 1 ergab das 5,936 Mio. EUR (Vorjahr: 5,624 Mio. EUR). Das Grémium beschloss im Dezember 2025 erstmals eine Beteiligung der zweiten Liga:

EmpfängerAnteilBetrag
Klubs der Chance Liga ohne Ligaphasen-Teilnehmer (12 Klubs)90 %5.342.400 EUR
Klubs der Chance Národní Liga (ohne B-Teams)10 %593.600 EUR

Pro betroffenem Erstligisten waren das rund 445.200 EUR (ca. 10,7 Mio. CZK). Die Erlöse aus Säule 2 werden erst nach Saisonende ermittelt und gehen ausschließlich an Erstligisten.

Was das für 2026/27 bedeutet

Der Mechanismus bleibt identisch, die Beträge stehen aber noch nicht fest. Sie hängen davon ab, wie viele tschechische Klubs die Ligaphase eines Wettbewerbs erreichen – diese sind von der Solidaritätszahlung ausgeschlossen. Tschechien geht mit fünf Startern in die europäische Saison 2026/27: Slavia Prag (direkt Ligaphase Champions League), Sparta Prag, Viktoria Plzeň, Hradec Králové und Jablonec. Der finale Beschluss fällt üblicherweise auf dem Grémium im Spätherbst.


7. Der Sonderfall Karviná

Ein Detail, das die Saison 2026/27 finanziell verzerrt: MFK Karviná hatte sich sportlich für die Europa League qualifiziert, wurde aber im Zuge der Korruptionsaffäre „Úklid“ von der Ethikkommission des FAČR aus der ersten Liga ausgeschlossen und von der UEFA als nicht teilnahmeberechtigt eingestuft. Der Startplatz rückte an Plzeň und Hradec Králové weiter, in der Liga nahm Aufsteiger Artis Brno den frei gewordenen Platz ein.

Ob und in welchem Umfang Karviná Ansprüche aus dem Verteilungsschlüssel der Vorsaison behält, ist öffentlich nicht dokumentiert. Wir behandeln diesen Punkt als offen.


8. Einordnung: Tschechien im europäischen Vergleich

KennzahlChance Liga 2026/27
Zentraltopf beide Ligenca. 760–790 Mio. CZK (ca. 31,5–32,7 Mio. EUR)
Anteil erste Ligaca. 645–670 Mio. CZK (ca. 26,7–27,8 Mio. EUR)
Ø je Erstligistca. 40 Mio. CZK (ca. 1,66 Mio. EUR)
Verteilungslogiküberwiegend gleichmäßig, moderate Leistungskomponente
Rechtelaufzeit2024/25 bis 2028/29
HauptrechteinhaberOneplay (Pay-TV), Betano (Betting-Stream), Český rozhlas (Audio)

Ein Erstligist der Chance Liga erhält aus zentraler Vermarktung damit etwa so viel wie ein Bundesligist aus einem einzigen Heimspiel-Wochenende an nationalen Medienerlösen. Der eigentliche Hebel der tschechischen Spitzenklubs liegt nicht in der Liga, sondern in Europa: Ein einziger Ligaphasen-Einzug in der Champions League übersteigt den kompletten nationalen Zentraltopf beider tschechischer Profiligen um ein Vielfaches.

Bemerkenswert ist dennoch die Dynamik. Eine Verdreifachung der zentralen Erlöse innerhalb eines Vertragswechsels – von rund 230 Mio. CZK auf 750 Mio. CZK – hat in Europa kaum eine Parallele. Sie ist weniger ein Ausdruck plötzlich gestiegener Attraktivität als vielmehr die Korrektur einer jahrelangen strukturellen Unterbewertung durch fehlenden Wettbewerb im Vergabeverfahren.


9. Methodik und Datenqualität

Belegte Angaben stammen aus Mitteilungen der LFA (lfafotbal.cz, chanceliga.cz), aus der Berichterstattung von iSport.cz / Deník Sport, footballclub.cz, MediaGuru, ČTK sowie aus der Wettbewerbsentscheidung des ÚOHS.

Nicht öffentlich verfügbar sind: die vollständige Staffel des Platzierungsbonus, die Berechnungsformel des Quotenanteils, die klubindividuellen Auszahlungen sowie die exakte Höhe des Zuwachses für 2026/27. Alle Angaben, die auf diesen Größen beruhen, sind in diesem Beitrag als Modell gekennzeichnet.

Währung: Sämtliche Verträge sind in tschechischen Kronen denominiert. Euro-Angaben dienen ausschließlich der Einordnung und wurden mit 1 EUR = 24,12 CZK (ČNB, 21.08.2026) umgerechnet. Bei mehrjährigen Verträgen führt die Wechselkursentwicklung zu Abweichungen gegenüber älteren Euro-Angaben in anderen Quellen.

Abgrenzung: Der Begriff „TV-Gelder“ wird in Tschechien in der öffentlichen Debatte oft synonym für den gesamten Zentraltopf verwendet. Streng genommen sind die 432,2 Mio. CZK die audiovisuellen Rechte; Titelpartner- und Sponsorenerlöse sind separate Positionen, die aber nach demselben Schlüssel verteilt werden.


FAQ

Wie viel Geld verteilt die tschechische Liga 2026/27 insgesamt? Der Zentraltopf für beide Profiligen lag in der ersten Saison des laufenden Rechtezyklus bei rund 750 Mio. CZK (ca. 31 Mio. EUR). Für 2026/27 hat die LFA eine weitere Erhöhung durch neue Sponsorenverträge und einen Highlights-Deal bestätigt, ohne den Betrag zu beziffern.

Wer überträgt die Chance Liga? Exklusiver TV-Partner ist Oneplay (vormals O2 TV) auf den Kanälen Oneplay Sport 1 bis 4, für 302 Mio. CZK pro Jahr. Betano hält die exklusiven Betting-Streaming-Rechte für 129 Mio. CZK jährlich. Die Audiorechte liegen beim Český rozhlas. Eine frei empfangbare Alternative für Erstligaspiele existiert nicht.

Wie viel bekommt ein einzelner Klub der Chance Liga? Garantiert sind 24 Mio. CZK Sockelbetrag plus 3 Mio. CZK Sonderbonus für 2026/27. Hinzu kommen Platzierungsbonus, TV-Quotenanteil und – für Europapokalteilnehmer – 18 Mio. CZK. Im Modell liegt der Durchschnitt bei etwa 40 Mio. CZK (ca. 1,66 Mio. EUR).

Wie wird zwischen erster und zweiter Liga aufgeteilt? Nach einem festen Schlüssel von 85 Prozent für die Chance Liga und 15 Prozent für die Chance Národní Liga. Dieser Schlüssel gilt auch für nachträgliche Sonderausschüttungen.

Was bekommt ein Absteiger? Einen Fallschirm von 10 Mio. CZK (rund 415.000 EUR).

Wie lange läuft der aktuelle TV-Vertrag? Bis einschließlich der Saison 2028/29. Der Zyklus begann 2024/25 und umfasst fünf Spielzeiten. 2026/27 ist damit die dritte Saison der Laufzeit.

Wie hoch sind die UEFA-Solidaritätszahlungen für tschechische Klubs? Im Zyklus 2025/26 entfielen 5,936 Mio. EUR auf Tschechien. Davon gingen 5.342.400 EUR an zwölf Erstligisten ohne Ligaphasen-Teilnahme (rund 445.200 EUR je Klub) und 593.600 EUR an die zweite Liga. Die Beträge für 2026/27 stehen noch nicht fest.

Vielen Dank für dein Interesse!

Gründer von Fussball-Geld.de. Studierter Jurist und Master im Sportmanagement. Interesse für Zahlen, Übersichten, Recht und wirtschaftliche Hintergründe im Fußball.

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