Start Bundesliga Hochrechnung TV-Gelder 1.Bundesliga 2015/2016: 34. Spieltag

Hochrechnung TV-Gelder 1.Bundesliga 2015/2016: 34. Spieltag

Die Haupteinnahmequelle der Bundesligisten sind die Einnahmen aus den TV-Geldern. 29.3% des Umsatzes in der Bundesliga (siehe Bundesliga-Report) wird durch die Verwertung der TV-Rechte generiert. Wichtig bei der Betrachtung der „TV-Einnahmen“, „TV-Geldern“ oder „Fernsehgeldern“ ist die genaue Differenzierung nach den Wettbewerben: Ein Verein kann Einnahmen aus der Verwertungen der TV-Gelder aus dem Europapokal (UEFA), dem DFB-Pokal (DFB) und der Bundesliga (DFL) bekommen.

Bundesliga: Nationale und internationale TV-Gelder

Die Einnahmen aus der 1.Bundesliga werden in Einnahmen aus der nationalen und internationalen Verwertung unterteilt. In der Saison 2014/2015 spielt auch das sogenannte Platzierungsgeld eine Rolle, dass den internationalen TV-Geldern zugeordnet wird. Ab der Saison 2015/2016 gibt es das Platzierungsgeld nicht mehr. Dafür bekommen alle Bundesligisten einen Sockelbetrag von 2,5 Mio. €.

TV-Einnahmen: Freiburg und Paderborn kostet Abstieg zusammen ca. 25 Mio. €

Insbesondere durch die Steigerung der internationalen TV-Einnahmen werden alle Bundesliga-Vereine deutlich mehr Fernsehgelder bekommen, als noch in der Saison 2014/2015. Bayern München profitiert dabei, neben den Aufsteigern Darmstadt und Ingolstadt, am meisten von der Erhöhung der TV-Einnahmen und wird in der Saison 2015/2016 rund 18 Mio. € mehr einnehmen als in der laufenden Saison. Weniger als im letzten Jahr bekommen nur die beiden Ansteiger SC Freiburg (-17,5 Mio. €) und der SC Paderborn (-8,1 Mio. €). Die Zahlen basieren auf der Annahme, dass der HSV die Klasse hält, beim Abstieg fällt die Differenz weit höher aus (siehe unten).

Anbei die Kalkulation:

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Nationale TV-Gelder: Aufsteiger Ingolstadt und Darmstadt jeweils mit Mehreinnahmen von ca. 15 Mio. €

Am letzten Spieltag hat sich bei den TV-Geldern noch Einiges getan. Augsburg und Hannover konnten die Mainzer noch überholen, Hoffenheim überholte Bremen und alle Vereine unterhalb von Platz 12 profitierten vom Abstieg des SC Freiburg. Dies bekommen durch den Abstieg in der nächsten Saison nur rund 30% der Fernsehgelder von dieser Saison. Der Grund: Die Absteiger bekommen das TV-Geld der 2. Bundesliga entsprechend dem TV-Geld Ranking der 2.Bundesliag. Deswegen gilt auch für den HSV. Steigt der HSV noch ab, bekommt er mit seinen 352 Punkten nicht 25,75 Mio. €, sondern nur 9,86 Mio. € (Platz 2 in der TV-Tabelle 2.Bundesliga, hinter dem neuen Spitzenreiter SC FReiburg).

Anbei die Hochrechnung:

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Bei der Verteilung der Fernsehgelder zählen zunächst die letzten fünf SpielzeitenDabei zählt die letzte Saison (also 2013/2014) mit dem Faktor 5, die am weitesten zurückliegende Saison mit dem Faktor 1. Die Faktoren ändern sich also entsprechend im Verhältnis 5:4:3:2:1. Auf die aktuelle Saison angewandt bedeutet das: 2013/2014 (Faktor 5), 2012/2013 (Faktor 4), 2011/2012 (Faktor 3), 2010/2011 (Faktor 2) und 2009/2010 (Faktor 1). Zu der genauen Berechnung hier.

Internationale TV-Gelder: Mehreinnahmen bei 77 Mio. €

Nach einem Artikel des Kicker Sportmagazins vom 30.03.2015 stehen die Einnahmen aus der internationalen Vermarktung bereits fest. Die Einnahmen werden aufgrund des Fünf-Jahres-Ranking der UEFA. Steigt der Verein ab, bekommt er die Einnahmen aus der internationalen Vermarktung nicht (!). Hinweis: Aus dem Artikel wird leider nicht deutlich, ob der Verein auch den Sockelbetrag von 2,5 Mio. € nicht bekommt. Auch wird nicht deutlich wie genau die Zahlen zu Stande kommen, ein Verteilungsschlüssel wurde nicht angegeben.

Anbei die Tabelle:

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