Die Top 7 Transfers der Bundesliga 2020/21

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Die Saison 2020/21 der Fußball-Bundesliga ging vor einigen Wochen zu Ende. Es ist daher an der Zeit für die traditionellen Saisonfazits. Welche Mannschaft hat ihr Saisonziel erreicht, welche hat Fehler gemacht, die sie um das Erreichen ihrer Ziele gebracht hat? Es gibt in jeder Saison Enttäuschungen und Überraschungen. Die größte Enttäuschung dürfte wohl ohne Zweifel der FC Schalke 04 sein. Viele Schalker Fans dachten sich wohl nach jeder katastrophalen Vorstellung: Hätte ich die Zeit lieber damit verbracht, kostenlose Automatenspiele zu spielen. Da wir uns heute ausschließlich mit den positiven Überraschungen der vergangenen Saison beschäftigen, werden wir daher logischerweise auch keinen Spieler des FC Schalke 04 in unserer Auswahl vorfinden.

Für uns geht es heute nämlich ausschließlich um die gezeigten Leistungen von Neuzugängen. Einige Bundesligisten haben ihre Hausaufgaben gemacht und ihre damals noch potenziellen Neuzugänge ähnlich genau unter die Lupe genommen, wie man es mit Esport Aktien machen sollte. Die logische Konsequenz? Diese Neuzugänge schlugen auf Anhieb ein und konnten teilweise sogar die gesamte Mannschaft mitreißen. Nicht immer „funktioniert“ ein Neuzugang jedoch direkt, trotz intensiven Scoutings können menschliche oder unvorhersehbare Faktoren dafür sorgen, dass ein Spieler mehr Zeit benötigt, um sich an die neue Liga, das neue Land, die neue Sprache und den neuen Klub zu gewöhnen. Dies trifft jedoch auf diese sieben Transfers der Saison 2020/21 nicht zu, sie schlugen bei ihren neuen Vereinen im wahrsten Sinne des Wortes ein wie eine Bombe.

Ridle Baku – VFL Wolfsburg

Beim VFL Wolfsburg hat man sich durchaus erhofft, dass Ridle Baku sich als Verstärkung für die Defensive erweist. Dass der deutsche Juniorennationalspieler mit kongolesischen Wurzeln jedoch derart durchstarten würde, hat wohl niemand gedacht. Bakus erste Profistation war der 1. FSV Mainz 05, wo er im Dezember 2019 sein Profidebüt beim DFB-Pokalspiel der 05er gegen den VFB Stuttgart gab.

Als Achim Beierlorzer das Zepter bei Mainz 05 übernahm, wurde Ridle Baku zum Stammspieler auf der rechten Verteidigerposition. Seine Leistungen fielen den Verantwortlichen in Wolfsburg als Erstes auf und schließlich gelang es ihnen im Oktober 2020, Baku für eine Ablösesumme von 10 Millionen Euro für fünf Jahre zu verpflichten. In seiner ersten Saison in Wolfsburg gelangen ihm, dem Verteidiger, 14 Torbeteiligungen, er machte alle Spiele von Beginn an, qualifizierte sich mit den Wölfen für die Champions League, debütierte in der UEFA Nations League für die deutsche A-Nationalmannschaft und wurde mit der U21 Europameister.

Maxence Lacroix – VFL Wolfsburg

Der Name Maxence Lacroix war im vergangenen Sommer wohl nur absoluten Insidern und auf die französische 2. Liga spezialisierten Kennern ein Begriff. Die Karriere von Lacroix begann beim FC Sochaux in den Niederungen des französischen Fußballs. Mit 18 machte er in Sochaux sein erstes Spiel als Fußballprofi beim Heimspiel gegen den FC Lorient. Als der VFL Wolfsburg im August alles daran setzte, den jungen Franzosen in die Autostadt zu holen, fragten sich viele Fans, was man denn mit einem Spieler aus Frankreichs 2. Liga wolle.

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Maxence Lacroix übertraf alle Erwartungen. Sein Marktwert betrug im August 2020 gerade einmal eine Million Euro. Fünf Millionen Euro überwies der VFL Wolfsburg schließlich nach Sochaux und mittlerweile explodierte sein Marktwert auf unglaubliche 28 Millionen Euro. Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich Wolfsburg für die UEFA Champions League qualifizierte, und wird mittlerweile sogar mit den Ligagrößen aus Leipzig und Dortmund in Verbindung gebracht.

Jude Bellingham – Borussia Dortmund

Die Geschichte von Jude Bellingham ähnelt der von Maxence Lacroix. Borussia Dortmund ist für sein Scouting und die Entwicklung junger noch unbekannter Talente europaweit bekannt. Zahlreiche Topstars begannen ihre Karrieren in Dortmund und Jude Bellingham ist auf dem besten Weg, der nächste zu werden. Der junge Engländer spielte bereits in der Stammmannschaft seines Heimatvereins Birmingham City.

Der BVB nahm ihn schließlich im Alter von 17 Jahren für eine Ablöse von 23 Millionen Euro unter Vertrag und setzte sich gegen zahlreiche Konkurrenten durch. Bellinghams Marktwert stieg in seiner ersten Saison in Dortmund von 11 Millionen Euro auf unglaubliche 55 Millionen Euro. In seiner ersten Saison im Ausland spielte Bellingham 46 mal, qualifizierte sich für die UEFA Champions League und gewann mit dem BVB den DFB-Pokal.

Max Kruse – 1. FC Union Berlin

Bei Union Berlin wusste man, welchen Spielertyp man mit Max Kruse bekommen würde. Kruse ist für seine klassische Spielweise und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor bekannt. Genau diese Fähigkeiten wurden bei den Eisernen gesucht. Das Beste an einem Transfer von Max Kruse war, dass dieser seinen Vertrag bei Fenerbahce aufgrund ausstehender Gehaltszahlungen aufgelöst hat und damit ablösefrei auf dem Markt war.

Union Berlin nahm Kruse im August 2020 schließlich unter Vertrag und der zahlte das Vertrauen vom ersten Spiel an zurück. Insgesamt absolvierte er in seiner Debütsaison in Berlin 22 Spiele, wobei ihm 11 Treffer und fünf Vorlagen gelangen. Werte, die ihm wohl nur noch wenige zugetraut haben.

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Danny da Costa – 1. FSV Mainz 05

Danny da Costa gehört längst zu den in der Bundesliga etablierten Spielern. Vor allem in seiner Zeit bei der Frankfurter Eintracht erlebte er einen wahren Höhenflug seiner Karriere. Dort landete er jedoch auch letzten Endes auf dem Abstellgleis.

Der 1. FSV Mainz 05 griff schließlich zu und lieh da Costa in höchster Abstiegsnot aus. In Mainz erlebte er daraufhin eine Art zweiten Frühling. Er bestritt 22 Bundesligaspiele und bestach durch derart konstante Leistungen, dass es ihm schließlich gelang, mit Mainz in schier aussichtsloser Situation die Klasse zu halten.

Florian Müller – SC Freiburg

Florian Müller musste sich in Mainz mit der Rolle des Ersatztorwarts zufriedengeben. Zu wenig für den ehrgeizigen Keeper. In Freiburg suchte man eine neue Nummer 1, daher griff der 23-Jährige zu. Der SC Freiburg lieh ihn schließlich für ein Jahr aus.

Müller wurde zum unangefochtenen Stammtorwart und bestach durch überragende Leistungen. Diese vielen auch den Verantwortlichen des VFB Stuttgart auf, die ihn letztlich als Ersatz für Gregor Kobel verpflichteten.

Amin Younes – Eintracht Frankfurt

Nach Stationen im Ausland bei Ajax Amsterdam und dem SSC Neapel zog es Amin Younes letztendlich wieder zurück in seine deutsche Heimat. In Neapel kam er kaum noch zu Einsatzzeiten, weshalb er sich für eine zweijährige Leihe zur SGE entschied.

In Frankfurt gelang ihm sofort der Sprung in die Stammelf. 26 Spiele absolvierte er für die SGE, in denen ihm drei Tore und drei Vorlagen gelangen. Sein Marktwert hat sich deshalb mittlerweile sogar verdoppelt.

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