Champions League 2014/15: Auswirkung der Qualifikation von Bayer Leverkusen

858

Heute Abend spielt Bayer Leverkusen im Rückspiel gegen den FC Kopenhagen um die Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League. Die potentiellen Einnahmen. Das eine Nichtqualifikation für die Leverkusener finanzielle Auswirkungen haben wird, ist offensichtlich. Doch wie hoch werden diese sein? Und welche Auswirkungen könnte ein Ausscheiden für die weiteren Bundesligavereine (Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04) haben?

Beim Ausscheiden entgeht den Leverkusenern mindestens 18 Mio €

Qualifizieren sich die Leverkusener nicht entzfallen mindestens die folgenden Prämien:

  • Startgeld in Höhe von 8,6 Millionen Euro
  • Einnahmen aus dem Marktpool in Höhe von 9,15 Mio €
  • Zuschauereinnahmen

Und das, selbst wenn die Leverkusener alle Gruppenspiele verlieren. Ansonsten kommen weitere eine Millionen Euro pro Sieg und 500.000 Euro je Unentschieden hinzu. In der K.O-Phase kämen außerdem zu weiteren Prämien für das Weiterkommen: 3,5 Millionen Euro für das Erreichen des Achtelfinales, 3,9 für das Viertelfinale, 4,9 für das Halbfinale, 6,5 für das Erreichen des Finales und 10,5 für den Sieger. Letzte Saison konnten die Leverkusener übrigens, ohne Zuschauereinnahmen, insgesamt 26.335.000 Euro einnehmen. Eine Nichtqualifikation hat also enorme finanzielle Auswirkungen.

Zunächst: Vom Ausscheiden profitieren die anderen Bundesligavereine

Zunächst wird deutlich, dass sich ein Ausscheiden der Leverkusener positiv für die anderen drei Mannschaften auswirkt. Der Grund: Die Einnahmen aus dem sogenannten Marktpool. Diese sind nämlich stark davon abhängig wie die anderen Mannschaften des Landesvernandes abschneiden. Anbei die Kalkulation:

Wie genau berechnen sich die Einnahmen aus dem Marktpool?

Der Anteil des jeweiligen Vereines am Marktpool berechnet sich aus vier verschiedenen Faktoren

  1. Sportlicher Erfolg in der Champions League
  2. Sportlicher Erfolg in der vergangenen Ligasaison des Landesverbandes
  3. Abschneiden der anderen Teilnehmer des Landesverbandes in der Champions League
  4. Höhe des TV-Vertrags der zwischen der UEFA und den Rechteinhabern im jeweiligen Land abgeschlossen wurden

Der Marktpool der jeweiligen Länder sieht derzeit wiefolgt aus:

Der deutsche Marktpool-Anteil berechnet sich wiefolgt:

26.148.000 €: Verteilungsschlüssel

Der Verteilungsschlüssel orientiert sich an dem Abschneiden der Vereine in der letzten Bundesligasaison. Nehmen vier Mansnchaften teil, bekommt (1.Platz: 40% / 2.Platz 30% / 3.Platz 20% / 4.Platz 10%), bei drei Mannschaften (45/35/20).

26.148.000 €: Variabler Teil

Der andere Teil richtet sich nach den absolvierten Spielen in der aktuellen Champions League Saison. Der Anteil aller Spiele von deutschen Mannschaften bestimmt dann die Einnahmen aus dem variablen Teil

Beispielrechnung für Bayern München 2013/2014:

  • 1.Platz Saison 2012/2013 = 40% = 10.459.200
  • 38 Spiele aller deutschen Teilnehmer in der Champions League Saison 2013/2014, davon Bayern München 12 = 31,57…% = 8.257.000
  • Gesamt: ca. 18.716.000

Aber: Abschneiden für Startplätze wichtig

Einen Grund gibt es allerdings doch, warum es auch für die drei anderen deutschen Teilnehmer wichtig ist, dass sich die Leverkusener qualifizieren: Die UEFA-Fünfjahreswertung, nach der sich die Teilnehmerplätze der deutschen Teilnehmer richtet. Diese wird sich natürlich wesentlich positiver gestalten, wenn deutsche Teams erfolgreich an europäischen Wettbewerben teilnehmen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.