Vereinsstruktur

Datenstand: 22/09/2026
Quelle: Handelsregister und Vereinsangaben.

Wer besitzt den Club? Rechtsform, Ausgliederung, Anteilseigner und Beteiligungsverhältnisse im Überblick.

Rechtsform Spielbetrieb
e.V.
Anteil Mutterverein
100%

Anteilseigner

Die Spielbetriebsgesellschaft ist nicht ausgegliedert. Demnach liegen 100% der Eigentumsanteile beim Stammverein   1. Fußballclub Union Berlin e.V.

Gesellschaften und Beteiligungen

GesellschaftVerhältnisAnteilLetzte Bestätigung durch den Verein
„An der Alten Försterei" Stadionbetriebs AGTochtergesellschaft75,75 % (Streubesitz 24,25 %)12.02.2025
Alte Försterei Veranstaltungs GmbH & Co. KGTochtergesellschaft100 %19.08.2024
FCU Verwaltungs GmbH & Co. KGTochtergesellschaft100 %30.11.2016
Stiftung „Union Vereint. Schulter an Schulter"vom Verein gegründete Stiftungkeine Anteile (Stiftungsrecht)gegründet Oktober 2016

Verhältnis: Mutterverein, Tochtergesellschaft, Schwestergesellschaft oder Minderheitsbeteiligung. Aufgeführt sind nur Gesellschaften, deren Beteiligungsverhältnis öffentlich bekannt ist.

Was die Struktur bedeutet

Deutsche Profiklubs bestehen fast immer aus zwei Teilen: dem eingetragenen Verein, der die Mitglieder und den Amateurbereich trägt, und einer Kapitalgesellschaft, die den Lizenzspielbetrieb führt. Diese Trennung heißt Ausgliederung und ist die Voraussetzung dafür, dass ein Klub Eigenkapital von außen aufnehmen kann.

Entscheidend ist dabei nicht allein, wer wie viel Kapital hält. Kapitalanteil und Stimmrechtsanteil können auseinanderfallen — etwa bei der Rechtsform der KGaA, in der die Komplementärin die Geschäfte führt, unabhängig davon, wie viel Kapital sie hält.

Wer die Anteile hält, sagt deshalb nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte steht in der Rechtsform und in der Satzung. Beides zusammen bestimmt, wer im Klub tatsächlich entscheidet.

Quellen und Methodik

Stand: 22/09/2026
Quelle: Handelsregister und Vereinsangaben.

Begriffe kurz erklärt

Die Übertragung des Lizenzspielbetriebs vom eingetragenen Verein auf eine eigenständige Kapitalgesellschaft. Der Verein bleibt dabei bestehen und erhält im Gegenzug Anteile an dieser Gesellschaft. Möglich wurde das 1998, als der DFB seine Statuten öffnete und damit auch Kapitalgesellschaften zum Spielbetrieb zuließ.

Der eingetragene Verein, aus dem die Profiabteilung ausgegliedert wurde. Er trägt weiterhin die Mitglieder, den Amateur- und Nachwuchsbereich und hält Anteile an der Kapitalgesellschaft. In der Öffentlichkeit ist er meist das, was man umgangssprachlich als „den Verein“ bezeichnet.

Eine Kommanditgesellschaft auf Aktien, deren persönlich haftende Gesellschafterin eine GmbH ist. Die Geschäfte führt diese Komplementär-GmbH — unabhängig davon, wie viel Kapital sie selbst hält. Das ist der Grund, warum ein Verein mit wenigen Prozent Kapitalanteil trotzdem die Kontrolle über den Klub behalten kann.

Der Kapitalanteil sagt, wem wie viel vom Vermögen einer Gesellschaft gehört. Der Stimmrechtsanteil sagt, wer bei Entscheidungen den Ausschlag gibt. Beide sind oft, aber nicht immer gleich hoch — und wenn sie auseinanderfallen, ist für die Frage nach der Kontrolle allein der Stimmrechtsanteil maßgeblich.

Vielen Dank für dein Interesse!